Seit Mitte des 19. Jahrhunderts, gibt es in Europa praktisch keine systematische Sammlung von Haaren mehr, die für Extensions benutzt werden. Der mit Abstand grösste Lieferant von Extensions ist Indien. In der indischen Kultur sind lange Haare ein Symbol für Schönheit und haben einen hohen Prestigewert. Daher opfern Inderinnen den verehrten Gottheiten in den Tempeln ihre Haare.
Warum ist europäisches Haar teurer als indisches Haar?

Namen wie; Euro-Haare, Tempel-Haar, Türkisches Haar, Osteuropäisches-Haar aus Russland, naturblonde Haare aus dem Norden, Zopfhaar usw. um Einige zu nennen, SIND ERFUNDENE FACHAUSDRÜCKE die in keinem Fachbuch gelehrt werden. Diese sollen dem gutgläubigen Kunden den Eindruck von qualitativ besonders hochwertigem Haar vermitteln, um diese überteuert verkaufen zu können. Das Internett ist voll davon und der Endverbraucher weiss nach so vielen unterschiedlichen, im Wiederspruch stehenden Aussagen weniger als vorher.
Welches Haar eignet sich für Extensions?
In Europa beispielsweise trägt jemand kaum Haare mit einer Länge von über 40cm und kann dazu noch behaupten, dass das Haar in seiner Struktur vollkommen intakt ist. Anders herum; warum lassen sich so viele Europäerinnen ihre Haare verlängern? Es herrscht solch eine Knappheit an gesundem europäischem Haar, dass wenn es sich tatsächlich um europäisches Haar handeln würde, dieses wie Gold gehandelt würde. Zudem ist das Europahaar in der Struktur um einiges dünner und schwächer als beispielsweise indisches Haar und eignet sich daher nicht unbedingt für Extensions.

Woher hängt die Qualität des Haares ab?
Haare sind ein Naturprodukt, welche sich aus Eiweisszellen am Ende ihres Lebenszyklus, ähnlich wie Nägel verhornen und vom Körper als Baumaterial für das Haar verwendet werden. Dies wiederum macht nochmals deutlich, dass das Haarwachstum bei allen Menschen auf derselben biomechanischen Grundlage basiert, unabhängig von Rasse und Herkunft. Extensions sind natürlich je nach Eigenart des Vorbesitzers unterschiedlich; sei es nun in der Beschaffenheit, Farbe oder Wellung. Wie unterschiedlich können diese sein? So unterschiedlich wie es Menschen gibt.
Tatsache ist - und dazu braucht man kein Wissenschaftler zu sein - dass die Qualität des Haares in erster Linie von der Ernährung abhängig ist. Also können wir schlussfolgern, dass wenn in Werbetexten, aufgrund deren Ursprungs, hochqualitative Haare versprochen und angeboten werden, diese höchstwahrscheinlich von Drittanbietern verfasst wurden, die sich nicht in der Anatomie des Haares auskennen. Es geht also hervor, dass man Haare nicht auf besondere Qualitäten hin züchten kann, indem man Millionen von Menschen vorschreibt, wie man sich zu ernähren hat. Daher ist eine systematische Massenproduktion von hochqualitativen Haaren ausgeschlossen.
Wenn man also die Bilder betrachtet und die bereits erwähnten Faktoren zusammenfügt, so wird es deutlich, dass eine Qualitätsauslese unmöglich ist. Die Haare werden zuerst nach Längen und Farben sortiert. Insbesondere die helleren von den dunkleren Tönen. Danach werden die Haare gewaschen und zum Trocknen ausgebreitet. Einige werden so belassen und Andere werden weiter verarbeitet. Ein Teil der Haare werden als ``natural Black`` oder brown angeboten. Andere werden zwecks Lagerung zu Zöpfen geflochten. Zu diesem Zeitpunkt hat man das sogenannte Rohhaar, das in den verschiedenen Teilen der Welt zur Weiterverarbeitung verschifft werden.

Gibt es nun Qualitätsunterschiede, die nicht nur im Preis zu finden sind?
Qualitätsunterschiede gibt es sehr wohl, jedoch NUR im Prozess und der Verarbeitung der Rohhaare. Auch die ”Naturblonden Haaren” aus dem Norden, werden in Wahrheit künstlich aufgehellt. Die meisten Haare werden schonend, mit möglichst tiefem Wasserstoffgehalt, auf niedriger Temperatur kochend gebleicht. Danach werden diese mit Textilfarben in den meistbenötigten Grundtönen eingefärbt. Dies ist für die zukünftige Qualität des Haares der erste wichtige Arbeitsprozess. Ist dieser missglückt, so hat man ein qualitativ schlechtes Haar.
Remy-Haar

Der nächste Schritt ist das ”Kopf machen” der Haare. Auch bekannt als Remy-Verfahren und ist für die Endqualität der nächstwichtigste Schritt in der Verarbeitung. Das wird erzielt, indem die Haare immer und immer wieder durch einen Haarhechel gezogen werden. Diejenigen die hängenbleiben, dreht man um und zieht sie erneut durch, bis keine Haare mehr hängen bleiben. Die aus diesem Prozess resultierende Verarbeitungsstufe wird Remy genannt. Gemeint ist damit, dass danach mindestens 90% aller Haare mit der Schuppenschicht in gleicher Richtung liegen. Im Gegensatz zu allen anderen willkürlichen Aussagen, kann man also zusammenfassend sagen, dass die schonende Bleichung und Färbung, sowie das Remy Verfahren, die wichtigsten und einzigen WIRKLICHEN Kriterien für die Endqualität des Extensions Haares sind. Bei diesen Unmengen von Haaren kann es gelegentlich vorkommen, dass das ”Rohaar” von Anfang an schlecht war und die Mängel durch anschliessende Verarbeitung nicht haben beseitigt oder ausgeglichen werden können. Trotzdem garantiert dieses Verfahren eine durchschnittliche Qualität, nahe bei 100%.

Das gleiche Verfahren wird umgekehrt angewendet.
Das Haar wird zuerst Remy gemacht, dann zu einer Tresse zusammengenäht und anschliessend gebleicht und gefärbt. Dies erklärt, warum sich gelegentlich Fäden zwischen den Haaren finden lässt. Allerdings gibt es nirgends eine hundertprozentige Sicherheit für die Qualität des Haares, da es sich in erster Linie, wenn auch mit aller Sorgfalt bearbeitet, es sich immer noch um ein Naturprodukt (Menschenhaar) handelt.
Was ist mit Zopfhaar gemeint?
Es gibt, wenn auch sehr, sehr selten, wirkliches Zopfhaar. Diese werden vor dem opfern, zu einem Zopf geflochten und
geschnitten. Der einzige Vorteil liegt darin dass diese zu 100% in die gleiche Richtung verlaufen. Aber auch diese werden gebleicht und in verschiedene Farben umgefärbt. Der grosse Nachteil ist, dass ein Echthaar am Ende immer dünner wird. Man wird also bei einer Haarverlängerung keine vollen Längen haben. Ein Haar, das bis zu den Enden ziemlich voll und gleich lang ist, IST demzufolge garantiert kein Haar, das aus einem Zopf gewonnen wurde. Man kann aber auch problemlos ein Haar wie ein Zopfhaar aussehen lassen indem man unterschiedlich lange Haare untereinander mischt. In anderen Worten, für den Hersteller kostengünstiger und viel mehr gewinnbringend, denn kürzere Haare sind preiswerter als längere. Also kann man sehr viel Geld für ``ZOPFHAAR`` ausgeben, das keines ist. Gutgläubige Zwischenhändler bieten gewissenhaft ``ZOPFHAAR`` an und vermuten nicht, dass sie selbst übers Ohr gehauen wurden.
Andere Verarbeitungsverfahren
Es gibt ein Verfahren, welches dem Haar in einem Säurebad die Schuppenspitzen weggebrannt werden, um es geschmeidig und glänzend erscheinen zu lassen. Zudem erübrigt sich bei diesem Prozess das Remyverfahren und die Kosten werden somit drastisch gesenkt. Sehr oft missglückt jedoch dieses Verfahren, weil nicht verhindert werden kann, dass gleichzeitig diese Schuppenschicht beschädigt und geätzt wird. Diese werden nachträglich mit Silikon oder einer ähnlichen Wachssubstanz (klebrige Masse, die aus pflanzlicher Zellulose besteht) überzogen und zugekittet.
Eine andere Variante ist dieses Haar mit Formaldehyd zu behandeln. Eine grundsätzlich giftige Substanz, die viele Verwendungszwecke hat, beispielsweise als Konservierungsstoff für Shampoos oder Kosmetika.
Ein anderer Zweck ist es um tote Organismen einbalsamieren zu können. Da dieser Stoff krebserregend sein kann, wurde er bereits in bestimmten Einsatzgebiete verboten. Dieses Haar erscheint übernatürlich schön, weich, geschmeidig, glänzend und gleichzeitig sehr widerstandsfähig. Die überzogene Schicht dieses dicken, starken Haares fühlt sich gleichzeitig seidenweich an. Zu schön um wahr zu sein. Würde es so bleiben, dann wäre nichts verkehrt damit. Doch ziemlich genau nach zwei Wochen, wenn nicht gleich am nächsten Tag, fangen diese an sich über die ganze Länge zu verfilzen.
Ein Merkmal ist, dass sich diese nicht einfach nur verknoten, denn das verknoten selbst ist bei langem Haar nichts aussergewöhnliches. Diese Haare ziehen sich vielmehr zu einem Knäuel zusammen. Und wie mehr man sie kämmt, desto mehr verknoten und verfilzen sie sich. Teure ölige und silikonhaltige Präparate helfen nur bis zur nächsten Haarwäsche. Dieses Haar wird willkürlich als schlechtes, billiges China Haar bezeichnet. Wie wir aber inzwischen wissen, hat die Herkunft nichts damit zu tun. Auch ein indisches oder anderen ortig stammendes Haar kann mit dem obigen Verfahren zu einer minderwertigen Qualität verarbeitet werden.

Die Schuppenschicht ist glasig und hält das Haar zusammen. Das Licht, das zurück reflektiert, erzeugt eine optische Täuschung von Glanz. Wie dichter diese aufeinander liegen, was als geschlossene Schuppenschicht bekannt ist, desto konzentrierter reflektiert das Licht zurück und umso mehr Glanz scheint ein Haar zu haben. Ist die Schuppenschicht unterschiedlich offen, so reflektiert und verstreut sich das Licht in allen verschiedenen Richtungen.
Im Tageslicht wirkt ein mehrfach gebrochener Spiegel stumpf und matt, weil das Licht in unterschiedlichen Richtungen zurückreflektiert wird. Ein intakter Spiegel jedoch wiederspiegelt das Licht uniform zurück und lässt es glatt und glänzend erscheinen. Ist die Schuppenschicht sehr beschädigt und porös (mikroskopische kleine Löcher) so fällt das Haar nicht unbedingt auseinander, aber es ist kraftlos und brüchig.
Dieses Haar kann auch nicht mehr gefärbt werden, da es keine Schuppenschicht gibt, welche die hinzugefügten Farbmoleküle einschliessen kann. Eine Silikonschicht fügt dem Haar Masse hinzu und lässt es dichter und kräftiger erscheinen. Die ölige Substanz dient als künstlicher Spiegel, worauf das Licht reflektieren kann. Demzufolge haben Sie nicht ein Haar, das glänzt, sondern eine ölige Substanz, die als künstliche Reflektionsquelle dient.
Sind spezielle Extensions Pflegeprodukte wirklich ein Muss?
Nein. Obschon auch wir speziell dafür entwickelte Pflegeprodukte haben entwickeln lassen, behaupten wir keineswegs, dass andere hochwertige Pflegeprodukte sich dafür nicht eignen. Sobald dies für das aufrechterhalten der Qualität der Haare aufgezwungen wird, um eine Garantie gewährleisten zu können, ist etwas faul. Entweder haben Sie ein echtes Haar, das sich so verhält wie jedes andere Haar oder Sie haben es mit einem Haar zu tun, das in der Verarbeitung verpfuscht wurde.
Warum ”verknoten” sich Extension Haare oder bekommen ”Spliss”?

Abgesehen davon, dass Extensions durch einen langen Herstellungsprozess gegangen sind, sind ab 45cm lange Haare bereits schon mindestens vier bis acht Jahre alt und je nach Vorbesitzer dementsprechend vorbelastet. Auch hier erscheint es offensichtlich, dass man nicht Tausende von Frauen vertraglich verpflichten kann, um über Jahre hinweg diesen vorzuschreiben wie sie mit ihren Haaren umzugehen haben, um eine optimale ``Qualität`` erreichen zu können.
Grundsätzlich sollte man von Haaren keine Wunder erwarten, Haare, ob Extension oder nicht, verhalten sich wie Haare und lange Haare haben eine natürliche Neigung sich zu verknoten. Ein Haar besteht aus unterschiedlichen Längen. Diese drehen sich, liegen quer und verfangen sich untereinander, was unweigerlich zu Verknotungen führt. Wie länger das Haar desto mehr und grösser sind die Verknotungen. Wie gewellter ein Haar ist, umso mehr Verdrehungen entstehen. Dies ist ganz normal und hat nichts damit zu tun, ob ein Haar Remy ist oder nicht.
Ein Haar das nicht Remy ist, scheint sich zu verfilzen weil es sich toupiert. Wie mehr man es kämmt umso mehr toupiert man es. Diese Verknotungen, die durch das Verfilzen entstanden sind kann man nicht auskämmen.
Der Kampf um Marktanteile, verleitet oft zu Unwahrheiten.
Extensions hin oder her, sind für ”Spliss” anfällig. Extension Haare haben nicht mehr und nicht weniger Glanz als Eigenhaare. Ein Haar bleibt immer noch ein Haar. Sowie sie mit Ihren eigenen Haare Probleme haben können, genauso gut können sie diese mit den Extensionshaaren haben. Allen anderen wunderwirkenden Aussagen über Extensionshaare können sie ruhig skeptisch entgegentreten. Extensions sind inzwischen ein hart umkämpftes Business geworden. Der Kampf um Marktanteile, verleitet oft zu Unwahrheiten
Woran erkennt man ein gutes Extension-Haar?
Immer wieder werden wir gefragt, warum es solche Preisunterschiede gibt. Einige Faktoren haben wir bereits erwähnt. Da wir uns nun zweifelsohne auf diesem Gebiet auskennen, können wir mit Bestimmtheit behaupten, dass das mittlere Preissegment, wenn auch keine Garantie für die gute Verarbeitung der Haare ist, dieser der fairste Preis ist.
Haar als Naturprodukt
Ebenso gibt es keine Garantie für eine fachgerechte Verarbeitung der Haare das überteuert angeboten wird. Die zu hohe Preispolitik ist woanders zu suchen, beispielsweise in der Werbung, edle Aufmachung, Verpackung usw. aber nicht im Produkt selbst, da es sich in erster Linie immer noch um ein Naturprodukt Haar genannt, handelt, welches den Launen der bereits ausführlich erklärten Naturgesetzen ausgesetzt ist. Nicht jede Ernte garantiert die gleiche Qualität des Vorjahres. Bei den sehr günstigen Angeboten ist Vorsicht geboten. Irgendwo wurde offensichtlich Zeit und Geld in der Verarbeitung gespart. Ein Haar im Naturzustand fühlt sich leicht rau an. Beim Anfassen kann man die natürlichen Unterschiede in der Dichte fühlen. Sie sind stellenweise matt und man verspürt den natürlichen Drang mit ihnen sorgfältig umzugehen. In der Farbe sind sie nicht uniform und weisen kleinste Unterschiede auf. Der Spitz ist oft heller und dünner. Nun, ein gutes Extensionhaar sollte der obigen Beschreibung am Nächsten kommen. Alles andere weicht von der Natürlichkeit ab und kann in einigen Fälle zu negativen Überraschungen führen.
Wie geht man mit langen Haaren um.
Bei langen Haaren - insbesondere Extensions - sollte man sich beim bürsten, von den Spitzen nach oben hin arbeiten bis alles ausgekämmt ist. Haare sind im nassen Zustand elastischer und verhalten sich ähnlich wie ein Gummi, der zurückspickt, wenn man beim Bürsten reisst. Bei Extensions, weil sie eben lang und gefärbt sind, ist dieser Gummieffekt besonders gross. Desto heller die Haare, umso mehr dehnbar sind sie. Durch das überdehnen wird das Haar mit der Zeit lahm, die natürliche Elastizität geht verloren und es wird porös. Als nächstes fangen sie an zu brechen. Dort, wo sie gebrochen wurden, entstehen unweigerlich Vergabelungen, die als Spliss bekannt sind. Das nachträgliche, ewige heisse glätten, gibt dem Haar den Rest. Ein sachgemässer Umgang und eine regelmässige Pflege ist deshalb für langanhaltende Freude unerlässlich.
Unser Sortiment
Natürlich verwenden wir ausschliesslich indisches Remy Haar und beziehen dieses seit über 20 Jahren bei unseren Vertrauenspartnern. Durch eine zusätzliche enge Zusammenarbeit in der Entwicklung und Verarbeitung der Haare konnten wir in unserem Schweizer-Labor eigene, dem Geschäftsgeheimnis unterliegenden Verfahren entwickeln, um ein Höchstmass an verarbeiteter Qualität zu erzielen. Wir sind die einzige Firma in der Schweiz, die über eine solche Einrichtung, einschliesslich dem notwendigen Know-How und geschulten Arbeitskräften verfügt. Wir bieten zwei verschieden ``Qualitäten`` an, die sich nicht in der Verarbeitung unterscheiden, sondern in der Menge an Haaren, die im Bonding eingearbeitet wurden. Standard und Premium.
Standard bedeutet lediglich, dass es sich um eine Haarsträhne handelt, die üblicherweise auf dem Extensionmarkt zu finden ist und am häufigsten verwendet wird. Dieses Haar verknotet sich viel weniger, hat aber den Nachteil, dass mehr Strähnen für eine Verlängerung benötigt werden.
Bei Premium wurden 70 % der kürzeren Haare aus den Längeren herausgezogen, so dass man eine dichtere Strähne für volleres Volumen bei einer Haarverlängerung hat.